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Ausprobieren – gelegentlich, öfter oder regelmäßig konsumieren, nicht mehr aufhören können…

Die Übergänge sind häufig fließend. Nicht jeder, der Suchtmittel wie Alkohol, Medikamente, Tabak oder illegale Drogen konsumiert, ist süchtig. Nicht jeder, der Spielhallen aufsucht oder nach dem Essen erbricht, ist abhängig. Aber es besteht die Gefahr, die Kontrolle über das eigene Verhalten und den Konsum zu verlieren und eine Abhängigkeit zu entwickeln.

In Beratungsstellen werden Hilfesuchende ein Stück des Weges aus ihrer Sucht begleitet, bis sie ihr Leben wieder selbständig bewältigen können. Hier werden Betroffene beraten, die ein riskantes Konsumverhalten zeigen und fürchten, in eine Abhängigkeit zu geraten. Auch werden Freunde, Verwandte, Kollegen und Kontaktpersonen von konsumierenden oder abhängigen Menschen unterstützt.

Interessierte und Betroffene haben in den Beratungsstellen die Möglichkeit, in vertraulicher Atmosphäre mit Fachleuten ihre Situation und die Rolle ihres Suchtmittels/ des Suchtverhaltens in ihrem Leben zu besprechen. Ziel ist es, eine individuell passende Form der Unterstützung und Begleitung zu finden. Das können z.B. Beratungsgespräche, eine Entgiftung, ambulante oder stationäre Therapie oder auch die Vermittlung in eine Selbsthilfegruppe sein.

Die wichtigste Grundlage für ein offenes Gespräch ist gegenseitiges Vertrauen. Daher unterliegen die Mitarbeiter der Beratungsstellen der Schweigepflicht.
Die Dauer des Beratungsprozesses orientiert sich individuell am jeweiligen Hilfebedarf.