Be smart, don`t start

Ein Wettbewerb zur Tabakvorbeugung

Fast alle Jugendlichen, die anfangen zu rauchen, tun das aufgrund des damit verbundenen Images (cool sein, Druck in der peergroup, mit dazugehören wollen etc.) - niemand beginnt das Rauchen, weil es wirklich schmeckt.

Auch in der Klasse wird, ausgesprochen oder unausgesprochen, dieser Druck zum Rauchen ausgeübt. Hier setzt das Konzept „Be smart – don`t start“ an. Es wurde vom IFT Nord (Institut für Therapieforschung) entwickelt sowie evaluiert und wird im Kreis Heinsberg von der AOK Rheinland/Hamburg – Regionaldirektion Heinsberg und dem Gesundheitsamt koordiniert und betreut. Der Wettbewerb hat das Ziel, mittels eines Spiels Jugendlichen der Klassen 6 bis 8 (gegebenenfalls auch bereits des 5. Schuljahres) über die „kritische Altersschwelle“ hinweg zu helfen. Die Klassen, die sich beteiligen möchten, verpflichten sich in einem Vertrag, innerhalb der nächsten 6 Monate nicht zu rauchen. Über diesen Wettbewerb wird jetzt die nichtrauchende Mehrheit der Klasse aktiviert und setzt gegen den Imagegewinn „cool zu sein“, das Anliegen, den Wettbewerbsgewinn nicht zu gefährden. Auf diese Weise wird nicht ein Abschreckungskonzept verwendet, sondern eine positive Botschaft übermittelt. Nicht der Gewohnheitsraucher wird aufgefordert aufzuhören, sondern alle Nichtraucher fordern sich gegenseitig auf, erst gar nicht anzufangen. Dies ist also kein Raucherentwöhnungsprogramm, sondern ein „don’t start“ – Programm zur Primärvorbeugung.

Der Wettbewerb kann von allen Lehrer - unabhängig vom Fachbereich - begleitet werden. Nach den 6 Monaten wird abgerechnet: Alle Klassen, auch die, die ausgeschieden sind, können sich dann für den nächsten Durchgang anmelden. Pro Durchlauf werden unter allen Klassen, die bis zum Schluss durchgehalten haben, Geldpreise für die Klassenkasse und eine Klassenfahrt in eine europäische Metropole verlost.