ESCapade – Hilfe bei Gefährdung durch problematische Computernutzung

Was tun, wenn das eigene Kind nur noch vor dem Computer sitzt?

Wenn Jugendliche in Onlinespielwelten und Chatforen abtauchen und dabei Schule, Beruf, Familie und Freunde vernachlässigen? Wenn keine Zeit mehr für Körperpflege und Ernährung bleibt und das Spiel am Rechner zum Lebensinhalt wird? Pathologisches Computernutzungsverhalten ist ein Phänomen, das in allen Gesellschaftsschichten und Kulturen beobachtet werden kann.

 Mittlerweile verfügen mehr als die Hälfte der Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren über einen Internetzugang im eigenen Zimmer. Aufgrund der zu erwartenden technologischen Weiterentwicklungen, die eine noch breitere Verfügbarkeit bei gesteigerter Intensität des Internets ermöglichen und neue Spielanreize schaffen werden, ist sicher davon auszugehen, dass die Zahl der Betroffenen weiter zunehmen wird - und damit auch die Konflikte in den Familien. Hier setzt ESCapade an und gibt Hilfestellungen, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen und Lösungen zu finden.

Das Projekt "ESCapade – Hilfe bei Gefährdung durch problematische Computernutzung" ist ein zielgruppenspezifisches, familienorientiertes Präventionsprojekt für Jugendliche mit problematischer Computernutzung. Dieser familienorientierte Interventionsansatz bezieht neben den individuellen Problemlagen der Jugendlichen auch die familiären Konflikte mit ein. Die Hilfe richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von 13 bis 18 Jahren. Ziel ist, die

Situation für alle Familienmitglieder zu verbessern, die erlebten Belastungen zu reduzieren, gemeinsam Lösungen und Alternativen zu entwickeln und die Jugendlichen langfristig zu stabilisieren.

Das Projekt wendet sich an Jugendliche, die entweder auf eigene Initiative oder durch ihre Eltern das Beratungsangebot aufsuchen und folgende Teilnahmevoraussetzungen erfüllen: Die oder der Jugendliche zeigt ein problematisches Computernutzungsverhalten im letzten Jahr und daraus resultierende psychosoziale Folgeerscheinungen wie z.B. Leistungsabfall in der Schule, sozialer Rückzug und Konflikte in der Familie. Zur Definition des problematischen Computernutzungsverhaltens wird ein Screening-Verfahren eingesetzt. Mindestens ein Elternteil ist bereit, an der Beratung teilzunehmen oder diese zu unterstützen. Voraussetzung für die Teilnahme ist das Einverständnis der oder des Jugendlichen sowie der Eltern.

 

Nähere Informationen und Kontakt:  

Kreisgesundheitsamt Heinsberg

Ilona van Halbeek

Valkenburger Str. 45

52525 Heinsberg

Tel.: 02452 /13 – 5317

E- Mail: ilona.vanhalbeek@kreis-heinsberg.de